Geschichte des Parfums | Beauty-Tipps auf ModernBeauty
Facebook

Stellen Sie uns Ihre Fragen auf Facebook! Unsere Beauty-Experten sind für Sie da.

TOP - THEMEN

Parfum Geschichte Quickinfo

Geschichte des Parfums

 

Parfum:Seit dem 14. Jahrhundert ist die Herstellung von Parfum in Europa
dokumentiert

Info:Als Gründungsstadt der europäischen Parfumherstellung gilt der
französische Ort Grasse

Parfum in der Geschichte | Beauty-Tipps auf ModernBeauty

Parfum im alten Ägypten

Die Geschichte des Parfums ist fast so alt wie die Menschheit. Schon vor mehr als 5000 Jahren verbrannten die Ägypter Duftstoffe zu Ehren ihrer Götter: Harze und Pflanzenessenzen bei Sonnenaufgang und raffinierte Mischungen bei Sonnenuntergang. Duftöle und –substanzen wurden lange Zeit vor allem zur Salbung der Toten eingesetzt und für medizinische Zwecke verwendet.

Doch auch lebende Menschen nutzten schon damals den angenehmen Effekt der Duftstoffe. Die reichen Ägypterinnen benutzten Salben und Pomaden aus Anis, Rosmarin und Zitrone. Und hatten ganz besondere Arten, um dauerhaft angenehmen Geruch zu verbreiten: Sie steckten sich z.B. kleine parfümierte Fettkugeln ins Haar, die dann nach und nach ihren Duft freisetzten. Die einfacheren Leute nahmen Rizinusöl, gemischt mit Minze oder Thymian.

Duftstoffe aus dem Orient und dem Fernen Osten

Vom Orient und dem Fernen Osten aus trat Parfum seinen Siegeszug um die ganze Welt an. Neue Düfte und Duftextrakte wurden kreiert, andere und immer bessere Verfahren für die Herstellung der wichtigen Grundessenzen gefunden. Europäische Seefahrer brachten von ihren Eroberungszügen neue Grundstoffe wie Gewürze aus Indien, Blumen aus Madagaskar oder Dufthölzer aus Amerika mit.

Seit dem 14. Jahrhundert ist die Herstellung von Parfum auch in Europa dokumentiert, als Gründungsstadt der europäischen Parfumherstellung gilt der französische Ort Grasse.

Parfums am Hofe des französischen Königs Ludwig XIV.

Zu Zeiten Ludwigs XIV. (1643-1715) waren Parfums dringend notwendig: Man wusch sich nicht, Hygiene existierte nicht und Sauberkeit war unbekannt. Soweit bekannt ist, hat Ludwig XIV. in vier Jahren nur ein Bad genommen! Trotzdem gab sein Hof den Ton an und prägte Mode und Sitten. Schmutzig zu sein war damals normal: Nur mit schweren Düften konnte der Körpergeruch der Menschen überlagert werden. Damals wurde das Herstellen von Parfums organisiert, die Zunft der Handschuhmacher nahm sich der neuen Produkte an. Sie bekämpften den unangenehmen Ledergeruch frisch gegerbter Handschuhe mit Parfum und durften sich anfangs „Parfumhersteller“, später dann „Puderhersteller“ nennen.

Parfum als Luxusartikel

Ab der Aufklärung Ende des 17. Jahrhunderts verbesserten sich die hygienischen Bedingungen und die Parfums wurden leichter. In Köln wurde das Eau de Cologne erfunden, in Paris hatten die eleganten Damen immer ein leicht parfümiertes Taschentuch zur Hand. Parfümierte Bäder kommen in Mode. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Parfum langsam zum Luxusgut. Und zur Jahrhundertwende entstanden die ersten synthetischen Duftstoffe, die nicht mehr aus der Parfumproduktion wegzudenken sind. Die moderne Parfumherstellung beginnt. Parfums bekommen einen Namen und werden in unverwechselbaren Flakons abgefüllt. Schönheitsinstitute wie die von Helena Rubinstein oder Elizabeth Arden entstehen in Amerika. Später entwickeln sie auch ihre eigenen Parfumkreationen.

Parfums für den Mann

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts werden die ersten Eau de Toilettes für den Herren entwickelt. Parfums werden grundsätzlich günstiger und einfacher und für fast jeden erschwinglich. In den nächsten Jahrzehnten dominieren blumige oder frische Parfums die Märkte. Und mit dem Jahr 2000 wird das Parfum komplett individuell: Wer mag und es sich leisten kann, lässt sich ein eigenes Parfum kreieren, kauft limitierte Editionen oder Jahresparfums. Der richtige Duft ist wichtig, um die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen.

Grundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich Alkohol (ca. 80 %), destilliertes Wasser und darin gelöste natürliche Essenzen (ätherische Öle pflanzlicher oder tierischer Herkunft), sowie immer mehr synthetisch hergestellte Duftstoffe. Die Fachbezeichnung für natürliche und synthetische ätherische Öle lautet „Riechstoffe“. Aus der verfügbaren Menge von ca. 200 natürlichen Essenzen und ca. 2.000 synthetischen Duftstoffen werden jeweils etwa 30 bis 80 verschiedene Stoffe für eine Parfümkomposition zusammengemischt.

Eine große Auswahl an bekannten Parfümmarken im Vergleich finden Sie im Bewertungsportal von ModernBeauty. Lassen Sie sich inspirieren und holen Sie sich Anregungen durch unsere unabhängigen Userrezensionen.