Spiegeleier

Sears-Diät

Die Sears-Diät unterscheidet zwischen Personen mit einer ausreichenden und Personen mit einer zu hohen Insulinproduktion.

Sears-Diät
Kurzinfo
  • Art: Eiweißreiche Diäten
  • Dauer: Wahlweise, da Umstellung der Ernährungsgewohnheiten
  • Risiken: Keine bekannt

Ziel der Sears-Diät ist es, bei den Personen, die die Veranlagung einer zu hohen Insulinproduktion haben, diese überschüssige Insulinproduktion zu reduzieren und damit auch den Hunger zu dämpfen. Bei der Sears-Diät gibt es alle 4,5 h eine Mahlzeit. Jede Mahlzeit soll dabei folgende Zusammensetzung an Nährstoffen haben:

Auf 7g Protein sollen 9g Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index und 1,5g Fett mit vielen einfach ungesättigten Fettsäuren enthalten sein. Der Proteinbedarf wird abhängig vom Körpergewicht und dem Kalorienbedarf berechnet.

Klingt kompliziert, ist es auch: Die Sears-Diät oder Zone Diet wird heute nur noch relativ selten durchgeführt. Ein Grund hierfür dürfte in der schwierigen Durchführung liegen: So muss jeder Abnehmwillige zunächst seinen genauen Nährstoffbedarf errechnen und außerdem den individuellen Insulinspiegel ermitteln lassen, um überhaupt eine passende Ernährungsempfehlung zu erhalten.

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Grundsätzlich ist das Ziel von Diät-Begründer und Namensgeber Barry Sears durchaus lobenswert – und sinnvoll. Denn tatsächlich beinhaltet die Philosophie des Biochemikers einige Wahrheiten, die Abnehmwillige vielleicht auch schon am eigenen Leib erfahren haben: Abnehmen hat nichts mit Wollen allein zu tun, auch der individuelle Stoffwechsel spielt für Erfolg oder Misserfolg eine wichtige Rolle. Fett allein macht nicht unbedingt dick. Und auch die Tatsache, dass ein erhöhter Blutzuckerspiegel das Abnehmen erschwert, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Trotzdem kritisiert zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dass die Sears-Diät viel zu eiweißlastig ausfällt und im Gegenzug zu wenige Kohlenhydrate bietet. Insgesamt handelt es sich hierbei also um eine typische Form der Low-Carb Diäten. Diese können beim Diätbeginn oft tatsächlich einen relativ schnellen Gewichtsverlust erzielen, sollten dann allerdings durch eine ausgewogene Ernährung ersetzt werden. Anzumerken wäre hier zuletzt noch, dass die Sears-Diät wie viele angepriesene „Wunder-Diäten“ eine stark eingeschränkte Kalorienzufuhr empfiehlt. Allein hierdurch lässt sich der Gewichtsverlust oft schon erklären. Langfristig betrachtet kann eine solche Reduktionsdiät jedoch zum gefürchteten Jo-Jo Effekt führen.

 

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