Zahnspangen | Zahnästhetik auf ModernBeauty
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Zahnspange Quickinfo

Zahnspangen

Info:3 Arten- herausnehmbare, feste und versteckte Zahnspangen

Wichtig:Putzen der Spange ist genauso wichtig wie Reinigung der Zähne

Korrektur von Zahnfehlstellungen mit Zahnspangen | Zahnästhetik auf ModernBeauty

Nur 1% der Bevölkerung verfügt über ein perfektes Gebiss. Deshalb tragen rund 70% der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben eine Zahnspange.

Doch wann bedarf es einer Zahnklammer?

Gründe für eine Zahnspange:

  • Zahnfehlstellungen
  • Kieferkorrekturen
  • Bisskorrekturen
    • Überbiss
    • Diastema (Lücke zwischen den oberen Vorderzähnen)
    • Kreuzbiss
    • Deckbiss
    • Engstand

Es gibt drei verschiedene Arten von Zahnspangen:

  • elastische, herausnehmbare Spangen
  • feste Spangen
  • versteckte Zahnspangen
  1. herausnehmbare Spangen

    Sie eignen sich besonders für Kinder oder Jugendliche, die sich im Übergang vom Milchgebiss zu den bleibenden Zähnen befinden. Sie werde eher bei weniger dramatischen Fehlstellungen eingesetzt, da ihr Ergebnis nicht so stark ausfällt wie bspw. bei der Nutzung einer festen Zahnspange.

    Vorteile von herausnehmbaren Zahnspangen

    • bessere Reinigung der Zähne
    • Spange kann durch Herausnehmen besser gereinigt werden
    • selten Lockerungen und Schäden am Zahnhalteapparat
    • kann bei sportlichen Aktivitäten entfernt werden, deshalb ist die Verletzungsgefahr niedriger
    • bei wichtigen Anlässen kann Auftritt mit Spange vermieden werden
    • kostengünstig

    Nachteile von herausnehmbaren Zahnspangen

    • bedürfen einer intensiveren Reinigung
    • Gefahr von Verlust oder Beschädigung
    • Sprachschwierigkeiten
    • Behandlungen langwieriger, da weniger effizient
    • nicht für Gebiss Erwachsener ausgelegt

    Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Arten von herausnehmbaren Spangen.

    Funktions-kieferorthopädische Geräte

    Sie werden zur Wachstumssteuerung verwendet und werden somit sehr früh, optimal in der Wachstumsphase, angewendet.

    Aktivator/ Bionator

    Der Aktivator/ Bionator besteht aus einer farbigen Kunststoffplatte, die an die Form des Gaumens angepasst wird. An ihr befinden sich gebogene Bügel, die zur richtigen Positionierung im Mundraum nötig sind. Der Aktivator/ Bionator übt selbst keine Kraft auf Zähne und Kiefer aus, sondern sie nutzen die Kraft der Kaumuskeln. Dabei bewirkt allein die Form des Kunststoffs die Kraft so zu lenken, dass eine Korrektur durchgeführt wird. Die Zähne und Kiefer sollen also während des Wachstum mithilfe der Zahnspangen wieder in die korrekte Richtung wachsen. Der Aktivator wird eingesetzt, um die Stellung der Kiefer zu korrigieren, der Bionator ist zuständig für die Richtigstellung der Position von Zunge und Lippe.

    Der Unterschied ist, dass der Bionator Ober- und Unterkiefer zusammen abdecken muss und deshalb aus einem zusammenhängendem Plastikblock besteht. Das Plastik ist so geschliffen, dass der Kaudruck gezielt auf einzelne Zähne gelenkt wird, wodurch diese richtig positioniert werden können. Je jünger der Patient ist, umso schneller ist noch das Wachstum, desto schneller verläuft der Prozess der Korrektur.

    Aktive Platten

    Bestehen aus einer Kunststoffplatte mit Drähten, welche die Korrekturfunktion ausüben. Über Dehnschrauben können die Zahnbögen selbstständig nachgestellt werden. Besonders sinnvoll ist der Einsatz nach der Behandlung mit einer festen Zahnspange, um eine Rückbildung zu vermeiden und das erreichte Ergebnis zu stabilisieren.

    Headgears

    Diese herausnehmbaren Spangen sind für die Tragenden die wohl unangenehmsten, denn sie sind sehr auffällig und groß. Sie bestehen aus zwei Bögen, einem inneren und einem äußeren. Der innere Bogen ist an den Enden mithilfe eines Röhrchens an jeweils einem Backenzahn befestigt. Der äußere Bogen ist mit dem Innenbogen verbunden, befindet sich jedoch außerhalb des Mundraumes, und ist mit Häkchen an einer Kopfkappe oder einem Nackenband befestigt. Der dickere Außenbogen gibt die auf ihn ausgeübten Zugkräfte an den Innenbogens weiter, was dann eine Verschiebung der Zähne zur Folge hat. Das Headgear eignet sich beispielsweise, wenn Platz im Oberkiefer geschaffen werden muss.

    Wichtiges im Umgang mit herausnehmbaren Zahnspangen:

    • nur einsetzen, wenn die Zähne geputzt sind. Auf Reisen vorher zuckerfreien Kaugummi kauen
    • 2 mal täglich mit Reinigungsmittel und Zahnbürste putzen, ab und an mit Backpulver
    • immer in einer Zahnspangendose aufbewahren, da sonst die Zahnspange versehentlich kaputt gehen könnte oder verdreckt
    • Zuhause die Zahnspange am besten in einem Glas mit Reinigungsmittel aufbewahren
  2. feste Zahnspangen

    Eine effektivere Art Zahnfehlstellungen zu korrigieren ist der Einsatz einer festen Zahnspange. Sie wird mithilfe von Brackets auf die Zähnen geklebt.

    Brackets:

    Es gibt verschiedene Ausführungen von Brackets. Man findet sie in ovaler und runder Form. Als Material wird bevorzugt Stahl eingesetzt, der wenig ästhetisch ist und deshalb für Kinder auch mit einem farbigen Überzug angeboten wird. Auch Liebhaber edler Stücke kommen bezüglich der Brackets auf ihre Kosten, denn man findet sie auch in 999er Gold. Da Stahl oder Farben sehr auffällig sind und gerade Erwachsene dezente Varianten bevorzugen, werden Brackets auch aus durchsichtigem Kunststoff oder Keramik angeboten. Beide Materialien sind kaum sichtbar, aber weniger stabil und teuer im Preis. Da die Nutzung unauffälliger Brackets rein ästhetischer Natur ist, werden die Kosten hierfür nicht von der Krankenkasse übernommen. Beim Essen sollte immer darauf geachtet werden, dass besonders harte Speisen vor dem Verzehr in kleine Stücke geschnitten werden, da sie beim Abbeißen die Brackets abreißen könnten. Vorsicht auch bei klebrigen Sachen wie Karamell, das die Spange verbiegen kann.

    Um den Draht, der für die Korrektur der Zähne verantwortlich ist, zu fixieren, besitzen die Brackets kleine Flügelchen oder auch Häkchen. In eine kleinen Vertiefung wird der Draht in das Bracket eingelegt. Danach wird ein winziger Gummiring oder ein feiner Draht um das Bracket und den Draht gelegt, und durch die Häkchen oder Flügelchen gehalten. Die hintere Seite der Brackets besteht aus einer feinen Gitterstruktur, um beim Aufkleben einen besseren Halt zu gewährleisten. Als Klebstoff kommt entweder ein Zwei-Komponenten-Kleber oder ein UV-härtender Kleber in Frage, wobei Zweiterer den Vorteil hat, dass er erst in Berührung mit dem Licht aushärtet und somit Nachbesserungen zulässt.

    Draht:

    Zu Anfang wird ein weicher Draht eingesetzt, um die Schmerzen bei der Gewöhnungsphase so gering wie möglich zu halten. Da dieser Draht weniger Spannung auf die Zähne ausübt, ist er für Spangenneulinge angenehmer. Je näher die Zähne zusammenrutschen umso mehr wird die Dicke des Drahtes erhöht (0,1 – 0,6mm). Der Draht besteht aus Edelstahl, Titan oder einer Titanlegierung. Neu auf dem Markt sind Produkte, die thermoelastische Eigenschaften besitzen und über Temperaturen beeinflusst werden können. Sie verfügen über eine gleichbleibende, geringe Kraft, können aber durch Kälte (kalte Getränke, Eis etc.) vom Patienten reguliert werden, wenn z.B. die Spannung zu Schmerzen führt.

    Vorteile von festen Zahnspangen:

    • kein Verlieren oder "Vergessen"
    • effektiver und dadurch weniger Behandlungszeit
    • präzisere Bestimmung der Wirkung
    • stört nicht beim Sprechen

    Nachteile von festen Zahnspangen:

    • Essensreste bleiben hängen und Zahnbelag bildet sich schneller
    • Höherer Reinigungsaufwand für Zahn und Spange
    • Spange ist anfällig für harte Nahrung
    • teuer
    • kann nicht entnommen werden und so das ästhetische Empfinden stören
    • beim Nachziehen / Austausch des Drahtes kommt es ca. einen Tag lang zu Taubheit oder leichten Zugschmerzen

    Da sich auch immer mehr Erwachsene Zahnfehlstellungen mithilfe von festen Zahnspangen korrigieren lassen, wurden neue Technologien für unsichtbare Zahnklammern entwickelt. Denn häufig werden von berufstätigen Menschen sichtbare Brackets als unangenehm empfunden.

  3. Methoden für versteckte Klammern

    Aligner-Technik

    Dieser Trend ist aus den USA nach Deutschland geschwappt. Unter den Aligner sind dünne, transparente Zahnschienen zu verstehen, die auf die Zähne aufgesetzt werden. Sie sind nahezu unsichtbar und wirken wie eine zweite Hülle, so dass sie beim Sprechen nicht stören. Zwar können sie nicht denselben Effekt bewirken wie fest angebrachte Spangen, wodurch die Behandlungsdauer steigt, dafür sind sie nahezu unsichtbar und können bei Bedarf entnommen werden. Sie bieten sich nur bei leichten Zahnfehlstellungen an. Per Computersimulation werden mehrere der Schienen berechnet und hergestellt, die dann in bestimmten Abschnitten ausgewechselt werden.

    Lingual-Technik

    Das Wort lingual bedeutet zungenseitig und beschreibt damit den Ort, wo die Zahnspange eingesetzt wird, nämlich an der Innenseite der Zähne. Die Brackets werden somit hinter den Zähnen angeklebt. Somit sind sie beim Reden oder Lachen vollkommen unsichtbar und Erfolge der Korrektur werden nicht durch Brackets verschleiert, sondern sind sofort sichtbar.

    Nachteilig zu bewerten ist hier allerdings die Umgewöhnungsphase beim Sprechen, da die Zunge an die Brackets stößt. Gerade beim S-Lauten ist hier zu Anfang ein deutlicher Unterschied zu hören, was trainiert werden muss. Auch die Zahnpflege ist aufwendiger und zeitintensiver, da die Spange schwer erreichbar ist. Trotzdessen stellt die Lingual-Technik eine gute Alternative zur bisherigen festen Zahnspange dar und nur 5% der Nutzer kommen mit dieser Methode nicht zurecht.


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