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Implantate
Implantate - Methoden
Jedes Gebiss ist anders, jeder Kieferknochen auch. Ebenso hat der Zeitpunkt, zu dem ein
Implantat gesetzt wird, Einfluss auf die Wahl des passenden Systems: Man unterscheidet zwischen Sofortimplantaten, verzögerter Sofortimplantation (4 – 8 Wochen nach Zahnverlust) und Spätimplantaten.
300 verschiedene Systeme stehen zur Verfügung und vor allem in den letzten Jahren ist ein enormer technologischer Fortschritt zu verzeichnen. Passgenaue Zahnimplantationen durchzuführen ist heute durch innovative Technologien viel einfacher geworden.
Der Siegeszug der Technik beginnt bei der Diagnostik. Mit einer digitalen
Volumentomographie wird ein dreidimensionales Abbild des Kiefers erstellt. Der Arzt kann die vorhandene Knochenstellung exakt von allen Seiten begutachten und die Implantatplanung am Computer virtuell ausrichten. Der Operationsweg wird präzise berechnet, die Koordinaten für Länge, Winkel, Position festgelegt und eine Navigationsschiene (die überwacht, ob der Arzt den am 3D-Bild ermittelten und für die OP festgelegten Koordinaten korrekt folgt) erstellt, anhand derer der Chirurg vorgeht.
Mögliches Problem: Manche Patienten weisen nicht genügend Knochengewebe auf, um das Implantat stabil zu verankern. In einem solchen Fall gibt es die Möglichkeit, das Knochengewebe zu dehnen, aufzubauen oder aus anderen Körperregionen zu transplantieren. Normalerweise dauert dieser Schritt mehrere Monate bis dann die eigentliche Transplantation vorgenommen werden kann. Mit dem
Sinuslift gibt es heute allerdings die Möglichkeit, beide Schritte mit nur einer Operation durchzuführen. Er kann die Implantate stützen, bis sie fest mit dem Knochen verwachsen sind.
Nach der Implantation verlässt der Patient die Klinik/Praxis mit einem Provisorium. Ist nach einigen Wochen der Brückenpfeiler für den Zahnersatz fest mit dem Knochen verwachsen, vollendet der Operateur durch Aufstecken und Anpassen der im Labor gefertigten „Suprakonstruktion“ seinen Auftrag.




