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Haartransplantation
Haartransplantation - Vorbereitung, Operation, Nachsorge
Vor der Operation legen Arzt und Patient den Umfang und die Positionierung der geplanten Transplantation fest. Acht bis zehn Tage vor dem Eingriff sollte auf blutverdünnende Medikamente verzichtet werden, am Tag der Operation sollte der Kopf sorgfältig gewaschen werden.
Zu einem jungen, dynamischen Aussehen gehört ein voller Haarschopf:
Dann wird die Spenderfläche vorbereitet. Der zur Entnahme vorgesehene Hautstreifen wird rasiert und örtlich betäubt. Nach der Entnahme des Hautteils wird die entstandene Wunde genäht. Nun beginnt die eigentliche Transplantation: Das Hautteil wird in Microtransplantate zerlegt, die Öffnungen für die neuen Haarwurzeln auf der Kopfhaut geschaffen und kleinste Haarteile werden eng und im gleichen Winkel auf die Kopfhaut übertragen. Hierbei können verschiedene Techniken zur Anwendung kommen: Bei
Slitgrafts werden kleine, längliche Schnitte erzeugt. Sie eignen sich in erster Linie, wenn noch reichlich Haarbestand vorhanden ist.
Roundgrafts sind runde Feinsttransplantate. Bei dieser Methode wirkt das verpflanzte Haar besonders natürlich und die Haarwuchsrichtung lässt sich leicht vorgeben. Bei der
Mini-Micrograft-Methode werden Haarwurzeln aus dem dicht behaarten Teil des Haarkranzes entnommen und diese in lichte oder kahle Stellen des Vorder- oder Mittelkopfes umverteilt. Die Entnahmestelle im Haarkranz bleibt dabei nahezu unsichtbar. Alternativ kann der Operateur von vornherein punktförmig einzelne Haarfollikel entnehmen.
Die Behandlung verläuft nahezu schmerzfrei, unter lokaler
Anästhesie. Sie hinterlässt nur geringe Spuren auf der Haut und wird ambulant durchgeführt. Narben können eigentlich immer unter dem verbleibenden Haar versteckt werden. Selten ist ein Verband notwendig. Eine Eigenhaartransplantation kommt für Männer und Frauen in Frage, sofern genügend eigenes Spendermaterial vorhanden und die Ursache für den Haarausfall nicht krankheitsbedingt ist.
Es gibt hierfür keine Altersgrenze. Nach rund drei bis fünf Monaten wachsen die implantierten Haare und tun es dann für den Rest des Lebens. Extreme Anstrengungen sollten rund 72 Stunden nach dem Eingriff vermieden werden, Sport ist nach ca. zwei Wochen wieder möglich. Theoretisch ist der Patient sofort wieder arbeits- und gesellschaftsfähig, da aber Rötungen und Schwellungen auftreten können, sollte man sich aus ästhetischen Gründen eine Woche Urlaub nehmen. Nach zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Eine Kopfbedeckung kann sofort wieder getragen werden, nach zwei Tagen wird das Haar erstmals wieder gewaschen und kann dann wie gewohnt gepflegt werden.




