Cannabidiol – Ein Beauty-Wirkstoff

Dass Hanf auf vielerlei Weise eingesetzt werden kann, wissen wir schon lange. Nun ist er jedoch auch in der Beauty-Szene angekommen und gilt als das neue Wundermittel, auf das Stars wie Gwyneth Paltrow, Kim Kardashian und Jennifer Aniston schwören. Cannabidiol – ein Beauty-Wirkstoff . Es wird also Zeit, dass wir uns näher mit Hanf und seinen Eigenschaften beschäftigen:

Cannabis als Droge

Besonders bekannt ist die Nutzpflanze für ihre berauschende Wirkung. Diese wird durch Tetrahydrocannabinol, kurz THC, verursacht, einem Wirkstoff der Hanfpflanze. Er befindet sich vor allem in den Blüten der weiblichen, unbefruchteten Pflanzen, sowie in nahegelegenen Blättern. Männliche Pflanzen weisen vergleichsweise wenig THC auf. Der Anbau und Verkauf von THC-haltigen Pflanzen und Pflanzenbestandteilen ist in Deutschland strafbar. Mittlerweile ist es möglich, dass bedürftige Schwerkranke, Cannabis aus kontrolliertem Anbau auf Rezept erhalten können. Beispielsweise Krebspatienten können durch medizinisches Marihuana Linderung erfahren. Bisher werden die dafür benötigten Pflanzen ausschließlich importiert, zukünftig soll jedoch der Anbau zu medizinischen Zwecken in Deutschland ermöglicht werden. Dafür ist eine staatliche Cannabis-Agentur verantwortlich, Eigenanbau wird ausgeschlossen.

Die EU hat 52 Hanfsorten für den Nutzanbau zertifiziert. Diese dürfen unter bestimmten Regularien von Unternehmen der Landwirtschaft angebaut werden. Die ausgewählten Sorten weisen einen so geringen THC-Gehalt auf, dass die Pflanzen nicht als Droge missbraucht werden können.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten von Hanf

Doch Hanf kann so viel mehr: Aus den Fasern können zum Beispiel Seile und Stoffe hergestellt werden. Die Hanfpflanze ist sehr widerstandsfähig, kommt ohne Pestizide aus, wächst schnell und benötigt nur wenig Wasser. Außerdem können aus Hanf deutlich mehr Fasern als aus Baumwolle gewonnen werden. Die allererste Jeans, die 1870 von Levi Strauss gefertigt wurde, bestand übrigens aus Hanffasern. Da heutzutage immer größerer Wert auf nachhaltige Mode gelegt wird, wird Hanf für die Textilindustrie wieder zunehmend interessanter. Es gibt einige trendige Labels, die sich auf die Produktion von Mode aus Hanf spezialisiert haben. Bautextilien und Dämmstoffe für die Automobilindustrie können ebenfalls aus Hanffasern hergestellt werden. Und auch zur Papierherstellung kann Hanf verwendet werden.

Die Samen können verzehrt werden und gelten als sehr gesund. Sie beinhalten viel Vitamin E und wichtige Mineralien. Ihr Geschmack ist nussig und passt beispielsweise zu Müsli und Salaten. Werden die Samen gepresst, entsteht Hanföl. Darüber hinaus kann aus ihnen Hanfmehl hergestellt werden. Die Hanfpflanze ist also längst in der Küche angekommen und wird zur Quelle von sogenanntem Superfood.

Produkte mit Cannabidiol als Nahrungsergänzungsmittel

Cannabidiol, in der Regel mit CBD abgekürzt, ist ein weiterer Wirkstoff von Hanf, der in den letzten Jahren in den Fokus des Interesses gerückt ist. Er wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen und sollte nicht mit Hanfsamenöl verwechselt werden. CBD wirkt nicht berauschend, kann aber dabei helfen, innere Unruhe, Stress, Ängste und Schlafprobleme zu lindern. Außerdem soll CBD bei zahlreichen Erkrankungen unterstützend eingesetzt werden können, darunter zum Beispiel Migräne, Epilepsie, Parkinson, Fibromyalgie, Multiple Sklerose und Arthritis. CBD wird also als wahres Wundermittel beworben, das sowohl bei psychischen als auch physischen Beschwerden Linderung verschaffen kann. Auch wenn die Wirkung noch weiter untersucht werden muss, gibt es bereits viele Studien sowie Erfahrungsberichte, die den positiven Einfluss von CBD auf den menschlichen Körper bestätigen.

Derzeit werden CBD-haltige Produkte meist als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Weil CBD im Trend liegt, bieten immer mehr Supermärkte und Drogerien Produkte mit Hanfzusatz an, darunter Kaugummis, Bonbons, Limonaden, Biere und sogar Bratwürste. In der Regel weisen diese Produkte jedoch lediglich einen ganz kleinen CBD-Gehalt auf. Damit CBD die gewünschte medizinische Wirkung entfalten kann, sind fast immer höhere Dosierungen nötig. Fachhändler bieten deshalb CBD-Öle und –kapseln, sowie CBD-Tees an, die verschiedene Konzentrationen aufweisen. Mögliche Nebenwirkungen einer zu hohen Dosierung sind ein trockener Mund, Müdigkeit oder durch niedrigen Blutdruck bedingter Schwindel. Um  das zu vermeiden, sollte man sich immer vorsichtig an seine individuelle Dosierung und Konzentration herantasten.

Hanf in Kosmetik

Handcremes, Bodylotions, Seifen, Nagelöle, Lippenpflegestifte und zahlreiche weitere Kosmetikprodukte sind heutzutage mit Zusätzen aus Hanf erhältlich. Das bereits erwähnte Hanfsamenöl ist nämlich nicht nur schmackhaft, sondern auch gut für die Haut. Im Öl ist eine große Menge an ungesättigten Fettsäuren, die starke antioxidative Eigenschaften aufweisen. Es schenkt der Haut Feuchtigkeit und schützt sie so davor, auszutrocknen und rissig zu werden. Gleichzeitig wird die Talgproduktion reguliert. Außerdem soll das Hanföl vorzeitige Anzeichen der Hautalterung minimieren und ist somit auch ein natürliches Anti-Aging-Mittel.

Das Öl kann übrigens auch pur verwendet werden: Einfach wenige Tropfen auf das frisch gewaschene Gesicht (oder andere Stellen, etwa gereizte Hautpartien) auftragen und mit den Fingerspitzen sanft einmassieren. Natürlich kann man sich mit dem Öl auch eigene Cremes, Gesichtsmasken und dergleichen anrühren. Wer mag, kann außerdem seinem Badewasser einen Schuss Hanfsamenöl hinzufügen, um die Haut überall geschmeidig werden zu lassen.

 

CBD Bio Kosmetik ist derzeit auf dem Vormarsch, denn Cannabidiol soll nicht nur bei der inneren, sondern auch bei der äußeren Anwendung eine beeindruckende Wirkung haben. CBD wirkt nämlich antibakteriell und entzündungshemmend und kann so bei verschiedenen Hautkrankheiten, Entzündungen und Akne helfen. In Studien konnte bereits nachgewiesen werden, dass CBD das normale Zellwachstum unterstützt und zum Beispiel bei Schuppenflechte den Heilungsprozess der Haut vorantreiben kann. Das Cannabidiol kann außerdem Juckreiz und Spannungsgefühle lindern. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass CBD die Haut in besonderem Maße vor Umwelteinflüssen schützen kann und sogar dabei hilft, Krankheiten abzuwehren. Ein Anti-Aging-Effekt wird CBD ebenfalls nachgesagt: Freie Radikale werden durch Antioxidantien ausgeschaltet, die Zellen geschützt, die Zellregeneration angeregt und damit die Haut jugendlich frisch gehalten.

Das Cannabidiol wird aus der Hanfpflanze extrahiert und benötigt ein Trägeröl. Häufig wird dafür Hanfsamenöl gewählt, da sich beide Inhaltsstoffe besonders gut ergänzen. Es gibt aber auch CBD-Produkte, bei denen zum Beispiel Kokosnuss-, Oliven- oder Sesamöl als Basis verwendet wird.

Egal ob die Haut trocken oder gereizt ist, man Probleme mit Pickeln oder öliger Haut hat, oder man seiner Haut einfach nur etwas Gutes tun möchte: Es lohnt sich auf jeden Fall, Kosmetik aus Hanf einmal auszuprobieren. Dabei ist es jedoch wichtig, auf die Qualität der genutzten Produkte zu achten.

Bei hochwertiger CBD Kosmetik wird natürlich auf synthetische Duftstoffe, Silikone, Paraffine, Parabene und Mikroplastik verzichtet. Beim Kauf von CBD-haltigen Produkten sollte immer sichergestellt werden, dass der Anbieter seriös ist, die Inhaltsstoffe hochwertig sind und ordnungsgemäß angegeben wurden und dass kein THC enthalten ist.

 

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