Brustaufbau nach Mastektomie: meist fällt die Wahl auf Implantate

Brustaufbau nach Mastektomie: meist fällt die Wahl auf Implantate

Eine Brustkrebserkrankung ist für die betroffenen Frauen ein einschneidendes Erlebnis. Nicht in jedem Fall kann brusterhaltend therapiert werden. Nach einer Amputation der Brust erfolgt in den meisten Fällen eine Rekonstruktion mittels Implantaten. Doch ausschlaggebend für diesen Schritt ist allein der individuelle Wunsch der Frau. Dafür sprechen sowohl medizinische als auch psychologische Argumente.

Ein Brustaufbau nach einer Krebsbehandlung ist keine Schönheits-OP

Eine Glossar InfoMastektomie (Brustamputation) kann mitunter im Rahmen der Krebsbehandlung nicht vermieden werden. Für die Patientinnen stellt dies einen massiven Eingriff in ihr Körpergefühl als auch ihr Körperbild dar. Denn nicht nur ästhetisch verändert sich für Frauen sehr viel. Sie fühlen sich teils unvollständig, als Frau weniger attraktiv. Rein physiologisch kann das Abnehmen der Brust zu Haltungsschäden sowie Verspannungen und Rückenschmerzen führen. Die Plastische und Ästhetische Medizin ermöglicht es Frauen heute, über Epithesen hinaus wieder ein besseres - wenngleich auch nicht gleichwertiges - Körpergefühl zu erlangen. Durchgeführt werden Brustrekonstruktionen von Spezialisten wie Dr. med. Peter Köbisch, plastischer Chirurg aus Stuttgart. Mediziner wie er haben sich auf die rekonstruktive Brustchirurgie spezialisiert und über viele Jahre Erfahrungen gesammelt. Mit modernsten Verfahren stellen sie eine natürlich aussehende Brust wieder her, so dass sich die Patientinnen nach Abschluss ihrer Behandlung selbstbewusster und natürlicher bewegen können.

Ein chirurgischer Eingriff für eine akzeptable Symmetrie

Das Einsetzen von Implantaten gilt weithin als einer der einfacheren operativen Methoden, Frauen wieder zu einer angemessenen Körpersymmetrie zu verhelfen. Verwendet werden dafür in aller Regel Silikonkissen. Abhängig vom individuellen Behandlungsplan kann die Brustrekonstruktion sofort nach der Mastektomie bzw. zu jedem späteren Zeitpunkt stattfinden. Einzig der Abschluss der Behandlung ist Grundvoraussetzung. Stehen der Patientin also weitere Bestrahlungen oder eine Chemotherapie bevor, muss der Eingriff verschoben werden. Für das Einsetzen von Implantaten ist zudem oftmals ein Vordehnen der Haut im Brustbereich erforderlich, denn meist bleibt nach der Amputation nur wenig Haut stehen. Diese Dehnung geschieht mittels einer Ballonprothese, die von außen nach und nach gefüllt werden kann. Eine Ausnahme bilden sogenannte Skin-Sparing-Mastektomien. In diesen Fällen können Teile der Brust, wie etwa die Brustwarze, der Vorhof oder die Haut erhalten werden, sofern in ihnen keine Krebszellen nachgewiesen werden konnten. Rekonstruiert man jedoch die gesamte Brust, folgt mehrere Monate dem vollständigen Abheilen das Formen bzw. die Nachbildung der Brustwarzen. Dafür verpflanzen die Chirurgen beispielsweise dunklere Hautpartien von den Schamlippen oder den Innenseiten der Schenkel. Auch hochwertige medizinische Tätowierungen kommen in Frage. Letztendlich gleicht das Ergebnis einer Brustrekonstruktion zumindest optisch einer natürlich geformten Brust, was die Lebensqualität der Patientinnen egal welchen Alters merklich verbessern kann.

Hilfreiche Informationen zur Brustrekonstruktion finden betroffene Patientinnen unter anderem beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums sowie im Ratgeber der Krebsliga für Brustkrebspatientinnen.

Fazit: Die Rekonstruktion der Brust nach einer Mastektomie kann sowohl psychisch als auch körperlich für die betroffenen Frauen ein Vorteil sein. Dieser Eingriff wird von Spezialisten für rekonstruktive Brustchirurgie durchgeführt und von den Krankenkassen als medizinisch gerechtfertigt bezahlt.

 
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