Zecken-Alarm: FSME-Gefahr - Fast ganz Süddeutschland ist Risikogebiet
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18. April 2007

Die Jahreszeit bringt es mit sich: Zecken-Alarm!

Die im Volksmund auch Holzbock genannten Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen-

Am häufigsten ist mit geschätzten 60.000 bis 80.000 Fällen pro Jahr die so genannte Borreliose. Diese von Bakterien ausgelöste Erkrankung ist nicht meldepflichtig und bundesweit verbreitet. Eine Impfung existiert nicht, die Borreliose, die sich oft durch einen roten Hof um die Einstichstelle bemerkbar macht, ist aber im Frühstadium gut mit Antibiotika zu behandeln.

Zecken sind aber auch Träger der sogenanten FSME-Viren. Die FSME bzw. lang Frühsommer-Meningoenzephalitis ist besonders tückisch. Sie ist oft erst spät zu erkennen, da sie meist wie eine Sommergrippe beginnt, später aber schwere neurologische Schäden hervorrufen kann.

Es besteht keine Möglichkeit einer ursächlichen (kausalen) Therapie. Ist die FSME erst einmal ausgebrochen, ist nur eine symptomatische, auf die Linderung einzelner Symptome konzentrierte Therapie möglich.

Daher ist ein Vorbeugen umso wichtiger. Was können Sie tun?

  • Impfen lassen: eine Frühsommer-Meningoenzephalitis kann durch eine Impfung verhindert werden
  • Meiden von Unterholz und hohem Gras
  • Tragen von hochgeschlossenen Schuhen und Socken sowie langen Hosen

     

  • Absuchen des Körpers und der Kleider nach Besuch in Wald und Flur. Gefundene Zecken sollten sorgfältig entfernt werden, die Stelle des Stichs sollte desinfiziert und der Zeitpunkt des Stichs notiert werden.

     

Beachten Sie auch das Zecken nicht zu jeder Tageszeit gleich aktiv sind. An heißen und wolkenarmen Tagen konzentriert sich ihre Aktivität auf den späten Nachmittag, den Abend und die Nacht. Das ist auch die Tageszeit, in der Freizeitsportler und Spaziergänger sich gerne im Freien aufhalten.

Die FSME hat nach Daten des Berliner Robert Koch-Instituts im vergangenen Jahr mit 546 Fällen den höchsten Stand seit Beginn der Meldepflicht erreicht. Insgesamt hat das Institut 33 Landkreise neu als Risikogebiete für die Virusinfektion ausgewiesen. FDamit gilt fast ganz Süddeutschland als Risikogebiet. Noch immer sind in diesen Gebieten zu wenig Menschen gegen FSME geimpft, so das Roberrt-Koch-Institut.

Tun Sie sich und Ihrer Gesundheit also einen Gefallen und fragen Sie ihren Arzt nach einer Impfung.

In den meisten Fällen werden die Kosten für eine Immunisierung von den Krankenkassen übernommen. Das gilt allerdings nur für das inland. Eine Auslands-Reiseimpfung wird in der Regel hingegen nicht erstattet. Informieren Sie sich vorher bei Ihrer Krankenkasse.