Verbot von Gen- und Vaterschaftstests?
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28. August 2008

Die Bundesregierung hat gestern einem Gesetzesentwurf zur Gendiagnostik zugestimmt.

Ziel: besserer Schutz vor Missbrauch genetischer Daten. Künftig verboten sind z.B. heimliche Vaterschaftstests, Gentests auf Verlangen des Arbeitgebers oder beim Abschluss einer Versicherung. Diese gelten dann als "Ordnungswidrigkeit" und können entsprechend geahndet werden.

Was bei "heimlichen" Tests allerdings schwierig werden dürfte, gerade eben aufgrund des Umstandes der "Heimlichkeit".

Heimliche Abstammungstests waren bislang zwar auch nicht gerichtsverwertbar, aber dennoch nicht ausdrücklich verboten.

Künftig sind Vaterschaftstests nur mit Zustimmung des Kindes oder seines gesetzlichen Vertreters erlaubt.

Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld belegt.

Muss dies der Vater zahlen? Oder das den Test durchführende Labor bzw. der jeweilige Arzt?

So mancher Gehörnte würe doch wohl liebend gern ein einmaliges Bussgeld in Kauf nehmen, als zeitlebens für ein "Kuckuckskind" zu zahlen.

Und auch die Versicherungsbranche wir sich gut überlegen, wie sie auch künftig auf "Nummer sicher" gehen kann, wenn es um mögliche Risiko-Kunden geht.

Es bleibt also abzuwarten ob das Gendiagnostikgesetz tatsächlich dazu beiträgt, den "Missbrauch" genetischer Daten einzudämmen.

Immerhin erschließt sich unser Staat mit der "Verbussgeldung" der verbotenen Tests ja aber auch eine neue Einkommensquelle.

"Knöllchen" also künfttg nicht nur für Parksünder, sonder auch für Gensünder?

Wobei ich mir das technisch und personell allerdings eher schwierig vorstelle.