Sind Sie sexsüchtig?
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13. Januar 2008

Sex macht ihnen Lust? Lust auf noch mehr Sex? Bin ich sexsüchtig? Haben Sie sich das schon einmal gefragt?

Wieviel Lust ist gesund? Welches Sexualverhalten normal? Wie oft darf man in einer Woche oder an einem Tag sexuell aktiv sein, um nicht als hypersexuell oder gar sexsüchtig zu gelten?

Rein quantitativ lassen sich diese Fragen nicht beantworten. Wann wird Lust also zur Sucht, zur Krankheit?

Eine etwaige Zunahme der Häufigkeit ihrer sexuellen Betätigungen allein ist also im Prinzip noch kein Anlass zur Sorge. Lässt dabei aber ihre Befriedigung nach und beinflusst ihr Wunsch nach Sex immer stärker ihr übriges Leben, so wird es kritisch.

Prüfen Sie, ob und welche der folgenden Symptome bei ihnen gegeben sind, die als typische Kennzeichen einer Sexsucht gelten:

  • ihre Gedanken kreisen immer mehr um das "Eine"
  • Sie "brauchen" immer "mehr" davon
  • ihre sexuellen Aktivitäten wirken sich negativ auf ihr Leben aus: es kommt zu Problemen in der Partnerschaft, im Freundeskreis und / oder im Beruf, eventuell sogar zu finanziellen Schwierigkeiten, da Sie wichtige soziale oder berufliche Pflichten vernachlässigen und immer mehr Zeit und Geld für sexuelle Aktivitäten ausgeben
  • Sie erkennen die Probleme und versuchen sich zurückzuhalten, kriegen aber ihre Lust nicht in den Griff, weil ihr Wunsch nach Befriedigung zu stark wird und immer schneller wiederkehrt, da Sie letztlich stets unbefriedigt bleiben
  • Sie versuchen Schwierigkeiten und negative Gefühlen mit Sex zu bewältigen; Sie betäuben ihren Schmerz mit Sex
  • ihre sexuellen Aktivitäten verursachen ihnen quälende Schuldgefühle
  • Sie leiden unter starken Stimmungsschwankungen
  • ihre Sexualität ist der alles bestimmende Faktor in ihrem Leben.

Was nun? Während es zum Beispiel in den USA bereits Fachkliniken zur Behandlung von Sexmaniacs gibt, wurden in Deutschland bislang noch keine spezifischen Therapien für Sexsüchtige entwickelt. Es gibt aber Selbsthilfegruppen wie zum Beispiel die „Anonymen Sexaholiker“ (AS) und die „Sex and Love Addicted Anonymous“ (SLAA).

Falls Sie hypersexuell oder gar sexsüchtig sind, sollten Sie in jedem Fall ihren Arzt zu Rate ziehen. Dieser kann Sie individuell beraten, ihnen bei der Suche nach einer Selbshthilfegruppe helfen und Sie nötigenfalls zu einem Sexualtherapeuten überweisen. Prüfen Sie auch, ob ihre Krankenversicherung eine etwaige Therapie und erforderliche Behandlungen (mit)trägt. Ich wünsche ihnen in jedem Fall, das Sie schon bald wieder ihre Lust ohne Frust geniessen können.