Organisierte Unverantwortlichkeit bei Gen-Food
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News-Archiv

04. Juli 2008

Geht es um genetisch veränderte Organismen (GVO), so ist die EU zerstritten.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen genetisch veränderte Produkte. Rund 70 % lehnen solche Lebensmittel laut Umfragen ab. Im EU-Ministerrat kommt es dagegen mit schöner Regelmäßigkeit zu einem Patt zwischen Gegnern und Befürwortern der Gentechnik.

Jetz soll Genfood in der EU zur "Chefsache" werden.

Die französische Umwelt-Staatssekretärin Nathalie Kosciusko-Morizet schlug jetzt vor, das Thema auf die Agenda des kommenden Oktober-Gipfels in Brüssel zu setzen. Im Dezember dann sollen die 27 Staats- und Regierungschefs zu einem Beschluss kommen. Bis dahin soll eine Arbeitsgruppe versuchen, die Streitpunkte zu klären.

Indbesondere das umstrittene europaweite Genehmigungssystem für Einfuhr oder Anbau von Gen-Pflanzen soll auf den Prüfstand.

Während die zuständige wissenschaftliche Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) GVO für unbedenklich erklärt, sind die Mitgliedsländer und die EU-Kommission gespalten aufgrund der Unklarheit über Gefahren für Gesundheit und Umwelt.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hält dieses Hin und Her für "organisierte Unverantwortlichkeit".

Wie gut also, das jetzt offenbar doch Verantwortlichkeit in Sachen Genfood organisiert werden soll.

Da sind wir ja dann mal gespannt, ob das, was unsere Regierungs-Chefs beschliessen werden, der Bevölkerung denn auch schmecken wird.