Kein Bock auf Saft?
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29. Mai 2008

Der Fruchtsaftkonsum in Deutschland sinkt.

Getränke mit Zusatznutzen werden bei Verbrauchern immer beliebter.

Noch sind wir Deutsche Fruchtsaft-Weltmeister. Doch offenbar verlieren wir die Lust auf Fruchtsaft.

Kein Bock auf Saft also?

Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland so wenig Fruchtsaft wie seit 15 Jahren nicht mehr getrunken: im Durchschnitt 38,5 Liter pro Kopf.

2003 waren es noch 42 Liter.

Die Verbraucher greifen beim Einkauf immer öfter zu Getränken mit niedrigem Fruchtanteil wie Schorle oder Eistee - den sogenannten Fruchtsaftgetränken - oder auch zu neu entwickelten Wellness-Getränken, statt zum klassischen Fruchtsaft.

Vor allem "Getränke mit Zusatznutzen" werden immer beliebter.

Dazu gehören probiotische Getränke, Wasser mit zusätzlichen Glossar InfoMineralien oder kalorienreduzierte Limonade.

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der höhere Preis von Fruchtsäften im Vergleich zu wasserbasierten Getränken.

Beliebtester Saft der Deutschen ist weiterhin der Apfelsaft - rund 11 Liter wird davon pro Kopf im Jahr getrunken.

Rund die Hälfte des deutschen Apfelsafts wird direkt aus Äpfeln gewonnen, die überwiegend auch in Deutschland gepflückt wurden. Die andere Hälfte wird aus importiertem Konzentrat hergestellt. Hinter dem Apfelsaft folgt auf dem zweiten Platz der Orangensaft mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 8 Litern im Jahr. Der Orangensaft wird als Konzentrat hauptsächlich aus Brasilien importiert.

Der Weltmeister-Titel im Safttrinken ist also für uns vorläufig noch nicht in Gefahr.

Denn auf dem zweiten Platz folgen mit deutlichem Abstand die USA: rund 32,5 Liter Saft trinken die Amerikaner durchschnittlich pro Jahr.

Vermutlich trinken die Deutschen sogar noch deutlich mehr Saft, als die offizielle Statistik verrät.

Denn die Statistik enthält nur die industrielle Fruchtsaft-Produktion Der Markt von Selbstabfüllern - besonders in den Obstanbauregionen - kommt darin nicht vor, entspricht aber laut Schätzungen in etwa 20 % der jährlichen industriellen Jahresproduktion.