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News-Archiv

28. Dezember 2007

Rechtzeitig zum Weihnachtsfest gab es noch ein ganz besonderes Geschenk für Ärzte und Patienten, das im Festtagstrubel jedoch nicht so Recht zur Geltung kam. Daher sei die frohe Botschaft hier nochmal verkündet: Das Monopol der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ist durchbrochen!

Als erste deutsche Krankenkasse hat eine AOK in Baden-Württemberg von einer Bestimmung der Gesundheitsreform Gebrauch gemacht, die es Krankenkassen erlaubt, an der KV vorbei individuell mit Ärzten oder Ärztegruppen zu verhandeln.

Die Südwest-AOK wird ab Mitte 2008 die Versorgung ihrer Mitglieder zusammen mit dem Deutschen Hausärzteverband und der Ärzteorganisation Medi über ein Vertragshausarztmodell organisieren. Patienten die sich an diesem Hausarztmodell beteiligen, verpflichten sich künftig mindestens ein Jahr lang im Krankheitsfall zuerst einen Vertragshausarzt aufzusuchen, der dann für sie quasi als Lotse durch das Gesundheitssystem fungiert und die Patienten falls erforderlich weiterüberweist. Dafür bekommen die Patienten einen günstigeren Tarif.

Die teilnehmenden Hausärzte müssen bestimmte Leitlinien einhalten, sich fortbilden, eine elektronische Patientenakte führen und Abendsprechstunden anbieten. Teure Krankenhausaufenthalte und Doppeluntersuchungen sollen vermieden werden. Belohnung für die Hausärzte sind Honorarvorteile. Diese müssen allerdings - und das ist neu - von den Ärzten selbst erwirtschaftet werden. Zum Beispiel durch effizienteren Ressourceneinsatz. Insgesamt soll die medizinische Versorgung durch diese Neuerungen billiger und besser werden.

Ein interessantes Modell, das wie ich finde ruhig Schule machen könnte. Denn die KV als Zwangsverband aller Ärzte mit Kassenzulassung ist eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum Wettbewerb der Anbieter von Dienstleistungen im Gesundheitssystem. Bislang schließen die Kassen in jedem Bundesland mit der jeweiligen KV Kollektivverträge ab. Die Verteilung der von den Kassen überwiesenen Gelder erfolgt durch die KV nach bürokratischen und undurchsichtigen Kriterien, die keiner Kontrolle durch Patienten, Kassen oder Ärzte unterliegen. Das wird sich mit dem Vertragshausarztmodell künftig ändern.

Dann können die Kassen als Anwälte ihrer Patienten agieren und die Verwendung der Mittel durch die KV prüfen. Und nötigenfalls auch Verträge kündigen. Für viele Ärzte wird sich dann auch endlich Leistung wieder lohnen. Patienten werden ihre Kasse dann auch danach aussuchen, wie viele und welche Ärzte die Kasse unter Vertrag hat. Dadurch wird der Wettbewerb unter den Kassen, aber auch unter den Ärzten verstärkt. Vielleicht dürfen sich dann bald auch nicht Nicht-Privatpatienten wieder als Kunden fühlen, und nicht nur als Kostenfaktor.

Wenn Sie vom Wettbewerb zwischen den Ärzten jetzt schon profitieren wollen, so brauchen Sie nicht bis zur Einführung des Vertragshausarztmodells durch ihre Kasse warten. Sie haben hier und jetzt die Möglichkeit, völlig kostenlos Preise und Leistungen von Ärzten und Zahnöärzten zu vergleichen, und dadurch viel Geld zu sparen! Melden Sie sich jetzt hier kostenlos und unverbindlich zu ihrem persönlichen Arzt-Preisvergleich an.