Haarausfall - Diagnose | Beauty-Tipps auf ModernBeauty
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Haarausfall Diagnose Quickinfo

Glossar InfoDiagnose des Haarausfalls

 

Info:mit dem Zähltest kann man Haarausfall prüfen

Wichtig:sofort Hautarzt aufsuchen für weitere Tests

Diagnose des Haarausfall | Beauty-Tipps auf ModernBeauty

Zähltest

Um festzustellen, ob man unter Haarausfall leidet, besteht die erste Möglichkeit in dem Zähltest. Denn auch wenn es viel aussieht: es muss kein Haarausfall vorliegen.

Erst ab 100 verlorenen Haaren pro Tag spricht man wirklich von einer Glossar InfoAlopezie. Beim Zähltest werden innerhalb einer Woche alle ausfallenden Haare pro Tag gezählt. Addiert man die Anzahl zusammen und teilt sie durch die Tage, erhält man einen Durchschnittswert. Liegt dieser über 100 Haare pro Tag, kann man von Haarausfall sprechen und ein Besuch beim Hautarzt ist empfehlenswert. Dieser kann mithilfe von Untersuchungen nachweisen, ob es sich wirklich um Alopezie handelt.

 

Zupftest

Beim diesem Test zupft der Arzt vorsichtig an einem Büschel Haare und überprüft, ob sie sich leicht lösen lassen. Da sich dabei nur die Haare lösen, die nicht mehr fest verwachsen sind, ist diese Prozedur schmerzfrei und liefert erste Eindrücke über den Zustand der Haare, kann aber noch kein genaues Ergebnis über die Struktur und den Zustand der Haare liefern.

Trichogramm

Bei dem Trichogramm werden die verschiedenen Wachstumsphasen anhand von entnommenen Haaren untersucht. Mithilfe einer gummierten Klemme wird ein Büschel von mehr als 50 Haaren ruckartig in Richtung Wuchsrichtung herausgerissen, was für die Betroffenen sehr schmerzhaft ist. Diese Prozedur wird an sich lichtenden Arealen und an nicht betroffenen Stellen durchgeführt. Danach erfolgt eine mikroskopische Analyse, bei der die Haarwurzeln untersucht werden. So kann erkannt werden, wieviele Haare sich in der Anagenphase (Wachtumsphase) oder Telogenphase (Ruhephase) befinden. Wichtig ist, dass der Patient für ca. fünf Tage seine Haare nicht waschen darf, da sonst die in der Ruhephase befindlichen Haare verloren gehen. Doch der Genauigkeit der Ergebnisse sind bei dieser Methode Grenzen gesetzt, denn je nach Areal an dem die Haare entnommen werden, können differierende Ergebnisse auftreten. Zwar kann man den Haarverlust grob beurteilen, als exakte Kontrolle ist es aber zu ungenau.

Unit Area Trichogramm (UAT)

Da das Trichogramm keine präzise Aussagen über den Schweregrad des Haarausfalls liefern kann, wurde das UAT entwickelt. Es funktioniert wie das normale Trichogramm, mit der Erweiterung, dass durch Tätowierungen der Bereich markiert wird, an dem die ersten Haare entnommen wurde. So ist das Ergebnis auch nach Monaten reproduzier- und vergleichbar. Da es aber wiederum sehr schmerzhaft ist und darüber hinaus unter großem Aufwand betrieben werden muss, wird es in der Praxis eher wenig angewendet.

Phototrichogramm (PT)

Das Phototrichogramm ist ein verbessertes UAT, es ist jedoch vollkommen schmerzfrei, denn das entsprechende Areal wird erst rasiert und dann mithilfe einer Tätowierung eingefärbt. Von diesem Bereich werden dann normal, häufig jedoch digital mehrere Photos angefertigt. Nach etwas drei Tagen wird die Anzahl der wachsenden Haare untersucht und die Anagen- oder Telogenrate berechnet. Der Vorteil liegt eindeutig in der schmerzfreien und reproduzierbaren Technik, in der die Anzahl der Haare in der Anagen- und Telogenphase bestimmt werden. Da diese Methode aber mit einem hohen technischen, finanziellem und zeitlichen Aufwand einhergeht, wird sie in der Praxis weniger angewandte. Dazu kommt noch, dass man nur bestimmen kann, ob ein Haarausfall vorliegt, nicht wie die Haare beschaffen sind.

TrichoScan

Der TrichoScan ist eine Methode, welche die Defizite des PT ausgleicht. Zu Beginn werden die Haare eines Bereiches von 6x6mm auf 1mm gestutzt. Der Bereich wird zugunsten der Reproduzierbarkeit nach drei Tagen eingefärbt. Dann wird eine 20-fach vergrößerte, digitale Fotografie des Bereiches angefertigt. Mithilfe einer Software können die Haardichte und Haarwurzeln analysiert und die Anagenphase und Telogenphase berechnet werden. Dies geschieht unter der Annahme, dass Anagenhaare ca. 0,3mm pro Tag wachsen, Telogenhaare überhaupt nicht mehr. Diese Methode wird vor und nach einer Therapie angewendet um zu untersuchen, ob die angewandte Therapieform anschlägt oder nicht.

Kopfhautbiopsie

Konnte bei den vorangegangenen Untersuchungen die Ursache des Haarausfalls nicht ermittelt werden, kann im letzten Schritt eine Kopfhautbiopsie erfolgen. Dabei wird unter Lokalanästhesie ein ca. 4mm großes Stück der Kopfhaut abgelöst. Anhand einer mikroskopischen Untersuchung wird die Anzahl und Struktur der Haarfollikel untersucht. Auch die Kopfhaut wird in die Analyse mit einbezogen, um mögliche Erkrankungen feststellen zu können. Die Kopfhautbiopsie sollte  immer der letzte Schritt sein, da durch die Entnahme der Haut Narbengewebe entsteht, auf dem sich keine Haare mehr bilden können und immer als haarlose Stelle verbleiben wird.