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Beauty & Kosmetik Quickinfo

Beauty & Kosmetik

Kosmetik:Von „kosmeo“ (griech.) für „schmücken“

Pflegende Kosmetik:Lotions, Badezusätze, Shampoo, Peelings, Cremes

Dekorative Kosmetik: Beauty-Produkte wie Lidschatten, Lippenstift, Make-Up

Beauty und Kosmetik für Gesicht und Körper

Herkunft der Begriffe Beauty und Kosmetik

Der Wunsch sich zu schmücken, zu pflegen und möglicherweise etwas besser und jünger aussehen als die Natur es eigentlich vorgesehen hat, ist so alt wie die Menschheit.

Der Begriff Kosmetik leitet sich von dem altgriechischen Wort „kosmeo“ ab, das für „ordnen“ oder auch „schmücken“ steht. Bereits im alten Ägypten, bei den Römern und Griechen gab es einen Beauty-Kult und Schönheitsideale, die mit oftmals kostspieligen Beauty-Produkten erreicht werden konnten.

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Der Begriff „cosmétique“ konnte sich im 18. Jahrhundert in Frankreich durchsetzen und wird als „Kosmetik“ seit ca. 1850 auch im deutschen Sprachraum verwendet. In letzter Zeit, mit steigender Beliebtheit von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der englische Begriff Beauty („Schönheit“) voll im Trend, der alle Bereiche des guten Aussehens abdecken kann. Der Gebrauch von Kosmetik soll nicht nur schöner machen, sondern auch das Lebensgefühl steigern – Beauty für Körper und Geist. Ein gepflegter Körper ist auch immer auch ein Zeichen von Wohlstand,denn in der Geschichte, und teilweise auch heute, waren viele Beauty-Produkte kostspielige Anschaffungen.

Pflegende und dekorative Kosmetik

Grundsätzlich lassen sich die Beauty-Bereiche pflegende Kosmetik und dekorative Kosmetik unterscheiden. Zum pflegenden Beauty-Bereich gehören z.B. Mittel wie Cremes & Lotions, Shampoos, Badezusätze und Peelings. Hierbei geht es vorwiegend darum, die Schönheit von Haut und Haar zu erhalten und zu steigern. Zum Thema Beauty & Hautpflege finden Sie detaillierte Informationen unter der entsprechenden Rubrik und Themen wie Gesichtspflege, Hände, Körperpflege, Männerpflege, Pflege im Sommer und Winter im Winter.

Bei der dekorativen Kosmetik kommt die Farbe ins Spiel, hier werden Make-Up, Mascara, Lidschatten, Lippenstift oder auch Rouge eingesetzt, um das Aussehen zu verändern und den bevorzugten, eigenen Beauty-Style zu erreichen. Ausführliche Informationen finden Sie bei ModernBeauty zu Kosmetik für die Augen, das Gesicht, die Lippen. Aber auch zu Parfüm, Nagel- und Haarpflege. Lesen Sie wie welche Gesichtsform am besten geschminkt wird, welche Beauty-Tipps für alle gelten, wie man Allergien vermeidet und was das Besondere an Naturkosmetik ist.

Geschichte der Kosmetik

Schönheitsideale im Alten Ägypten

Besonders ausgeprägt war das Bemühen um gutes Aussehen und Körperpflege in Ägypten und zwar bereits 2000 Jahre bevor die Pyramiden gebaut wurden. So gab es damals zahlreiche Öle, Fette, Salben und Duftstoffe, die zur Reinigung des Körpers eingesetzt wurden. Mit Kräutern pflegte man die Zähne und auch Spiegel, Kämme, Pinzetten waren bereits bekannt und wurden für Beauty-Zwecke eingesetzt. Für die dekorative Kosmetik gab es Zinnober und roten Ocker für die Lippen, Henna für Haut, Haare und Nägel. Besonders wichtig waren die Augen: Das typisch-ägyptisch aussehende Auge entsprach der Hieroglyphe für „Schönheit“, die Augen wurden mit Kajal, Malachit oder Bleiglanz geschminkt. Beauty-Produkte waren schon damals sehr gefragt und standen hoch im Kurs.

Das griechische Beauty-Ideal

Die Griechen, ca. 1500-150 v.Chr., folgten einem Beauty-Ideal, welches besagt, dass Körper und Geist in Harmonie miteinander sein sollten. Auch bei ihnen gab es Massagen und parfümierte Öle, welche diesem Ziel zutäglich sein sollten. Wichtig war ein blasser Teint, der meist durch eine giftige Schminke herbeigeführt wurde, sowie lebhafte Farben wie Gold, Purpur, Weiß und Gelb. Damals war Beauty im Gegensatz zu heute eine gefährliche Sache.

Je reicher die Menschen waren, umso mehr gaben sie für Beauty-Produkte aus und umso größer war meist ihr Bemühen um gutes Aussehen und die Möglichkeiten hierzu: Haarperücken von germanischen Sklavinnen, Beauty-Produkte wie Duftstoffe aus Vorderasien oder Seife aus Gallien standen im Alten Rom (500 v. Chr. – 500 n.Chr.) nur den vermögenden Einwohnern zur Verfügung. Der Begriff „Parfüm“ leitet sich übrigens vom lateinischen Wort „per funum“ ab, was soviel bedeutet wie „durch den Rauch“.

Beauty & Kosmetik im Rokoko

Während des Rokoko, im 18. Jahrhundert, gewinnt die Kosmetik weiter an Bedeutung: Mit Puder und Perücken wird das Äußere verändert, Parfüms sollen den Körpergeruch überdecken. Hier stand der dekorative Charakter der Kosmetik im Vordergrund und es ging deutlich weniger um die Einhaltung von Pflege und Sauberkeitsritualen wie in Ägypten rund 4000 Jahre zuvor. Beauty-Ideale wurden groß geschrieben, aber noch immer war das Schminken und Dekorieren vor allem ein Privileg der Reichen. Bäder und Toiletten gab es aber in keinem ihrer Schlösser, sämtliche Beauty-Rituale wurde meistens im Schlaf- bzw. Ankleidezimmer abgehalten.

Die französische Revolution - Beauty Light

Ein hartes Los hatten die „Gepuderten“ während der Französischen Revolution (1789) : Viele Adlige wurden geköpft. Die Beauty-Produkte Puder, Schminke und Perücken wurden abgeschafft, insbesondere für die Männer galt von nun an ein anderes Schönheitsideal: Für ihn gab es nur noch Körperpflege, aber keine dekorative Kosmetik mehr. Insgesamt wurden vorerst Puder und Kosmetik eher sparsam eingesetzt, Reinigung mit Wasser und Seife standen im Vordergrund - Beauty Light war erst einmal angesagt.

Im 19. Jahrhundert war Natürlichkeit modern, dafür wurde viel Wert auf Haarmode und eine demonstrativ zur Schau gestellte Figur gelegt. Die Damen trugen Korsetts. Das Beauty-Ideal sah vor, dass eine perfekte Taille von zwei Männerhänden umspannt werden konnte.

Kosmetik und Beauty-Produkte im 20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert bringt zahlreiche Änderungen mit sich: Mal ist eine knabenhafte Figur bei den Damen angesagt, mal ist Sonnenbräune „hip“, dann wieder ein kräftiges Make-Up. Neue Beauty-Ideale sind Greta Garbo, Marlene Dietrich, Brigitte Bardot, Marilyn Monroe oder auch Twiggy.

Die Möglichkeiten zu schönem Aussehen werden immer größer, die Beauty-Trends immer kürzer. Am Ende des 20. Jahrhunderts wird viel Wert auf Natürlichkeit mit einem gepflegten, schlanken Körper und einem zurückhaltenden Make-Up gelegt. Frisuren und Mode sind vielfältig wie nie zuvor.

Der heutige Kosmetik-Markt ist in seiner Vielzahl an Produkten kaum überschaubar: Es gibt jede Farbnuance für Lippenstifte und Lidschatten, Make-Ups für jeden Hauttyp, Naturkosmetik und Wimperntusche, die unglaubliche Effekte verspricht. Vor allem die Frauen können sich nach Herzenslust schminken und auch für Männer wächst der Markt ständig. So werden in Deutschland jährlich rund 130.000 t Haarwaschmittel produziert, 1500 t Schminkprodukte für die Augen und rund 3000 t Schminkmittel für die Lippen.